Aktuelles

Juli 2018

Projektbilanz: Doppelt so viele wie geplant!

58 Projekte liefen insgesamt im „Bundesprogramm zur intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen". Sie haben, wie auch win win, das Ziel, die Inklusion in Deutschland voranzutreiben. Die Konzeption des Projekts in Wesel sah vor, innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren 85 Menschen mit einer Schwerbehinderung, d. h. mit einem Grad der Behinderung mindestens von 50 oder mehr, in Arbeit zu bringen.

 

87 Vollzeitstellen

 

Nun stehen am Ende 181 Vermittlungen in der Statistik. 87 davon in eine sozialversicherungspflichtige Vollzeit- und 52 in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle. 450-Euro-Jobs machen mit 28 Vermittlungen einen relativ kleinen Anteil aus. Hinzu kommen noch zehn Ausbildungen sowie drei Selbstständigkeiten. Von den 181 Vermittlungen sind außerdem 52 unbefristet. Insgesamt haben 464 Teilnehmende mitgemacht. Davon kamen 254 aus dem Bereich des Jobcenters und 210 aus dem Bereich der Arbeitsagentur. 334 von ihnen haben einen Schulabschluss, 277 eine Ausbildung und elf einen Studien­abschluss.

Die meisten von ihnen leiden unter Rücken-, und Gelenkerkrankungen (25 %), gefolgt von psychischen Erkrankungen, Herzkreislauferkrankungen/Schlaganfällen und Tumorerkrankungen. An diesen Ausgangszahlen ist zu sehen, dass es oft eine besondere Herausforderung war, eine passende Stelle zu finden - meistens Jobs, die im Bereich der unterstützenden Tätigkeiten lagen, wie etwa als Büro- oder Servicekraft, im Haushalt etc.

Die win win-Teams mit den vier Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort haben mit ihren rund 16 Mitarbeitenden ca. 23.000 Stunden Beratung und Unterstützung geleistet und unzählige Trainings- und Aktivierungsangebote auf die Beine gestellt.

 

Das Konzept sah eine enge Zusammenarbeit vor: Das Jobcenter Kreis Wesel und Arbeitsagentur kooperierten „rechtskreisübergreifend", Langzeitarbeitslose waren genauso im Projekt wie kurzfristig arbeitslos gewordene Personen und Ausbildungssuchende. Die Altersstruktur reichte von 15 – 65 Jahren. Alle Akteure zeichneten sich durch langjährige Erfahrung in der Vermittlung und der Förderung dieser Zielgruppe aus.

 

Kreative Ideen

 

Neben der konkreten Jobsuche und Vermittlungsarbeit enthielt das Projekt genügend Raum für kreative Ideen, die Teilnehmenden zu aktivieren, zu motivieren und schließlich auch bei der Jobsuche erfolgreich zu begleiten. Dazu zählten ebenso ein „Gesundheitstag" wie diagnostische Testverfahren zur Ermittlung von Potenzialen oder individuelle Unterstützung und Coaching. So konnten viele dank der guten Arbeitsmarktlage, enger Kontakte zur heimischen Wirtschaft und der professionellen Unterstützung der win win-Jobcoaches einen passenden Job finden.

Eine Besonderheit von win win war eine hohe Gewichtung der Öffentlichkeitsarbeit. Als übergreifendes Erkennungsmerkmal wurde ein einprägsames Logo mit bunten Punkten entwickelt - angelehnt an die Verteilung der Städte und Gemeinden im Kreis Wesel. Entsprechend aufgebaut und gestaltet wurden dann die Homepage und die Flyer.

 

Karikaturen-Ausstellung mit hoher Nachfrage

 

Als großer Erfolg erwies sich die Wanderausstellung „Wir wünschen eine angenehme Inklusion" mit zwölf Zeichnungen des Karikaturisten Gerhard Mester zum Thema Beruf und Behinderung, die innerhalb von zwei Jahren insgesamt an 25 Orten zu sehen war, und zwar nicht nur in der Region Wesel, Rees, Bocholt und Hamminkeln, sondern auch z. B. in Herford, Hattingen, Bayreuth, Wuppertal, Krefeld, Düsseldorf, Potsdam oder Heinsberg. Um den Bedarf zu befriedigen, wurde eine zweite Fassung erstellt, die dauerhaft im Arbeitsagenturbezirk Wuppertal/Düsseldorf zum Einsatz kommt. Die Zeichnungen selber wurden als Preise für die „Pro Inklusion"-Auszeichnung eingesetzt, so dass die Werke von Mester fortan ihren Platz in den jeweiligen Betrieben haben. Schließlich gehörte zur Öffentlichkeitsarbeit die Herausgabe einer Broschüre mit „Erfolgsgeschichten" sowie zusätzlich ein Informationsheft in Leichter Sprache. Außerdem wurden zehn Newsletter veröffentlicht und drei „Inklusionstage" in Hamminkeln, Moers und Wesel organisiert.

 

 

 

 

Juli 2018

Zum Abschluss ein Fest der Inklusion

Foto: Michael Müller, Geschäftsführer Jobcenter Kreis Wesel, Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Wesel und Kreisdirektor Ralf Berensmeier (v. li) stellten den besonders großen Erfolg von win win heraus und würdigten die drei Preisträger (jeweils mit Urkunden, v. li.): Volker Marquard Prisma, Energieanlagen & Umwelttechnik, Winfried Kopp, St. Franziskus Altenpflegeheim und Ruth Scheuvens, Scheuvens & Köster GbR Systemische Hilfen Niederrhein. Mit auf dem Bild: win win-Teammitglieder und -Teilnehmende.

 

 

Für den Comedian Martin Fromme, der als Contergan-Opfer ohne Unterarm lebt, ist der „appe Arm" ein „Geschäftsmodell", mit dem oder besser - ohne - dem er im Fernsehen und auf vielen Shows Menschen zum Lachen und Nachdenken anregt.

Auch auf dem win win-Inklusionstag im Kreishaus Wesel sorgte er für diese heiter-nachdenkliche Stimmung. Schließlich geht es bei win win um Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit einer Schwerbehinderung, wie es der Referent des Nachmittags, Christoph Metzler vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, darstellte. Diese Gruppe sei überdurchschnittlich häufig arbeitslos und zusätzlich weniger gut ausgebildet als diejenigen ohne Behinderung.

 

Behinderung im höheren Alter

 

Auffallend sei, dass der Status einer Behinderung meist im höheren Erwerbsalter meist durch eine Krankheit oder einen Unfall erworben werde. Hier sei es darum besonders wichtig, durch entsprechende innerbetriebliche Maßnahmen wie z. B. Flexiblisierungen solche Kräfte zu halten. Zu beobachten sei auch, dass Menschen mit einer Schwerbehinderung weniger häufig in Führungspositionen, aber dafür häufiger in Fachtätigkeiten eingesetzt werden.

Auf der Veranstaltung, die von Dr. Michael Sommer vom Klausenhof organisiert und moderiert wurde, zeigten Teilnehmende selbstgemalte Werke, die sich mit ihren Visionen für die Zukunft beschäftigten. Außerdem präsentierte Projektkoordinator Peter Adämmer vom Jobcenter Kreis Wesel eine Bilanz der drei Jahre mit Unterstützung von Beiteiligten, darunter Khaan Caglagan, der trotz einer schweren Behinderung und zweijähriger Suche nach einem Ausbildungsplatz nun dank win win einen Ausbildungsplatz bei der Stadtverwaltung Dinslaken gefunden hat.

 

Preis Pro Inklusion

 

Insgesamt fünf Firmen hat win win 2018 mit dem Preis „Pro Inklusion ausgezeichnet. Die Preisträger wurden von dem win win-Beirat ausgewählt. Als Anerkennung für ihr vorbildliches Engagement für Menschen mit einer Schwerbehinderung erhalten sie eine wertvolle Originalzeichnung des Karikaturisten Gerhard Mester von der win win-Ausstellung. Diese Firmen haben Teilnehmende von win win übernommen und diese mit hohem Engagement in ihre Betriebe integriert:

Prisma Energieanlagen & Umwelttechnik GmbH, Dinslaken (Stahl- und Kraftwerksanlagenbau, 50 Beschäftigte)

Scheuvens & Köster GbR Systemische Hilfen Niederrhein, Moers (Kinder- und Jugendhilfe, 97 Beschäftigte)

St. Franziskus Altenpflegeheim, Dinslaken (107 Beschäftige)

Termath GmbH, Hamminkeln-Brünen (Bus- und Shuttleservice, 15 Beschäftigte)

Ocakbasi Mevlana, Dinslaken (Pizza- und Dönertheke, drei Beschäftigte)

 

 

Inklusionstag im voll besetzten Ratssaal im Kreishaus Wesel

 

Auftritt des Comedian Martin Fromme

 

Auftritt der Hamburger Band „Dain Fadinzt"

 

 

Juni 2018

Arbeitslos? Innovative Broschüre in Leichter Sprache

Titel und eine typische Innenseite der neuen Broschüre "Arbeitslos?" in Leichter Sprache

 

Zum Projektabschluss hat win win eine Broschüre in Leichter Sprache mit Informationen und Tipps rund um das Thema „Arbeitslosigkeit" herausgegeben. Die Inhalte sind auf die Region Wesel abgestimmt und greifen auf die Ergebnisse von win win zurück.

So geht es z. B. um die Frage, wie man sich richtig bewirbt, oder dass man gerade bei Arbeitslosigkeit auf seine Gesundheit achten soll.

Die Texte, Grafiken und das Layout stammen von Dr. Michael Sommer von der Akademie Klausenhof, zuständig bei win win für die Öffentlichkeitsarbeit. Er hat sich in die Besonderheiten der Leichten Sprache eingearbeitet: Zur ihren Merkmalen gehören möglichst kurze Sätze, gleiche Wortwahl und klare Sinnabschnitte. Typisch sind auch gliedernde Bindestriche innerhalb langer Wörter (Klausen-hof) und der Einsatz von Lautsprache zur Erklärung von Fremdwörtern.

Viele der komplexen Sachverhalte rund um Arbeitslosigkeit, Behindertenrechte oder Rehabilitation lassen sich allerdings nur schwer so zusammenfassen. Entsprechend dient die Broschüre dazu, auf die verschiedenen Möglichkeiten und Problemfelder hin zu sensibilisieren.

Wesentlich unterstützt wurde die Erstellung von der Integrationsbeauftragten für den Kreis Wesel, Erika Morsch. Das Heft soll nun vor allem im Jobcenter Kreis Wesel und in der Arbeitsagentur Wesel zum Einsatz kommen.

 

 

 

September 2017

100 Vermittlungen geglückt / Soll längst erfüllt

 

Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Nach dem zweiten Jahr hat das Projekt mit seinen vier Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort nun mit Nele Sobotta genau 100 Teilnehmende in einen Job vermittelt. Die junge Frau hat dank win win einen Ausbildungsplatz in der Weiden-Apotheke in Dingden bekommen können. Für Nele Sobotta waren es mehr als 20 Versuche, die sie gemeinsam mit win win seit ihrem Realschulabschluss unternommen hatte, um einen Ausbildungsplatz als Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin (PKA) zu finden. Eine chronische Augenerkrankung macht es ihr schwer, einen passenden Platz zu finden. „Wir sind froh, dass sie hier ist", bestätigt Apothekenchefin Susanne Müller, und die neue Auszubildende sieht es genauso: „Ich bin froh, dass ich hier bin." 

Sie war ein bisschen spät dran mit der Suche nach einer Auszubildenden. Kaum hatte sie die Stellenanzeige veröffentlicht, da stand schon Jürgen Knipping von win win mit perfekten Bewerbungsunterlagen und mit Nele Sobotta vor der Tür. „Da habe ich Nele sofort eingestellt!"

 

"Außerordentlich gelungenes Projekt"

 

Kreisdirektor Ralf Berensmeier nannte win win anlässlich der 100. Vermittlung „ein außerordentlich gelungenes Projekt", vor allem angesichts der Tatsache, dass nun weit mehr Vermittlungen als geplant erfolgt seien. Dies liege an der guten Vernetzung der verschiedenen Akteure und an der engagierten Arbeit der einzelnen Träger.

 

 

November 2016

Inklusionstag im Klausenhof: Preis „Pro Inklusion“ für Biomarkt Koplin

Der Biomarkt Koplin mit seinen zwei Märkten in Wesel und Bocholt, hat den Preis „Pro Inklusion 2016“ erhalten. Die Auszeichnung wurde auf dem Inklusionstag 2016 Kreis Wesel in der Akademie Klausenhof übergeben.

Gewürdigt wird damit das besondere Engagement des Biolandwirts für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der Preis wird von dem Projekt win win („Weseler Inklusions-Initiative - Wir integrieren nachhaltig“) des Jobcenters Kreis Wesel vergeben. Bei der Initiative geht es um die Vermittlung von arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung in einen Job.

 

Ausstellung mit Karikaturen

 

Der Preis „Pro Inklusion“ besteht aus einer Originalzeichnung des bekannten Karikaturisten Gerhard Mester („Mensch Franziskus“), der für das Projekt eine Serie von Karikaturen zum Thema Beruf und Behinderung gezeichnet hat. Unter dem Titel „Wir wünschen eine angenehme Inklusion“ werden diese Zeichnungen, gedruckt auf großen Rollups, als Wanderausstellung in den nächsten zwei Jahren im Kreis Wesel gezeigt. Diese Ausstellung wurde ebenfalls auf dem Inklusionstag im Klausenhof eröffnet. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war außerdem die Auftritt des Kabarettisten Rainer Schmidt, der selbst körperbehindert ist und durch seine humorvollen Fernseh-Kommentare zu den Paralympics in Rio einem breiten Publikum bekannt geworden ist.

Der Biomarkt Koplin hat nicht nur einen schwerbehinderten jungen Mann als Auszubildenden eingestellt, sondern auch in der Vergangenheit immer wieder Menschen mit Behinderung etwa durch Praktika oder Probearbeiten eine Chance gegeben. In den beiden Biomärkten in Wesel und Bocholt sind rund 35 Mitarbeitende beschäftigt. Außerdem betreibt Inhaber Josef Koplin den Demeter-Betrieb „Gärtnerhof Lankerskate“ in Hamminkeln. In den vier Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Kamp-Lintfort und Dinslaken werden derzeit rund 150 Menschen mit einer Schwerbehinderung dabei unterstützt, sich auf eine Arbeitsaufnahme vorzubereiten und eine geeignete Stelle zu finden. Bisher konnten rund 50 Betroffene vermittelt werden.

 

Weitere Fotos sowie ein Film über die Veranstaltung:

https://www.facebook.com/AkademieKlausenhofgGmbH

 

Auf dem Foto (v. li. nach rechts): Kabarettist Rainer Schmidt, Lukas Wawrik, Azubi Biomarkt Koplin und win win-Projektteilnehmer, Klausenhofdirektor Rüdiger Paus-Burkard, Eva Kirschbaum, Biomarkt Koplin Wesel, Ralf Berensmeier, Kreisdirektor Kreis Wesel, Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung Arbeitsagentur Wesel, Gerburg Dicks, Jobcenter Wesel und Projektleiter win win

 

 

April 2016

Erfolgreiche Jobsuche trotz Handicap / Start von  win win geglückt

Entdeckung neuer Fähigkeiten: Testung im Kompetenz-Zentrum Moers 

 

Projekt für schwerbehinderte Erwerbslose im Kreis Wesel angelaufen / 150 Teilnehmende

 

Kreis Wesel (Wesel/Moers/Dinslaken/Kamp-Lintfort). Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Nach dem ersten halben Jahr hat das Projekt nun die vier vorgesehenen Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort eingerichtet und mit der Arbeit begonnen. Schon in dieser Startphase konnten insgesamt rund 150 Betroffene erste Unterstützung durch win win erhalten. Einige haben bereits durch win win eine Stelle gefunden.

 

Projektverantwortlich ist das Jobcenter Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Wesel, der Akademie Klausenhof,  der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers sowie den Caritasverbänden Moers-Xanten und  die Dekanate Dinslaken und Wesel. Das Projekt läuft insgesamt drei Jahre. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. 

 

Projektleiter Gerburg Dicks vom Jobcenter Kreis Wesel ist mit dem Start zufrieden: „Der Aufbau der Zentren ist uns nach Anlaufschwierigkeiten gut gelungen. Besonders die individuelle Unterstützung ohne Zeitdruck hat sich als sehr vorteilhaft für die Teilnehmenden erwiesen. So manche haben ganz neue Möglichkeiten für sich entdeckt. Für viele Firmen dürfte es sich lohnen, bei win win anzufragen, wenn sie geeignetes Personal suchen.“

 

Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur in das Projekt vermittelt. In den vier Kompetenzzentren erhalten die Betroffenen ein individuelles Coaching, durchlaufen verschiedene Tests und diagnostische Verfahren, erhalten Trainings und umfassende Unterstützung beim Bewerbungsverfahren. Außerdem recherchieren die Projektmitarbeiter passende Stellenangebote und kontaktieren Firmen. Wichtig ist auch, das Thema in Öffentlichkeit, Wirtschaft und Verwaltung bekannt zu machen – etwa durch Vernetzung in einem „Inklusionsbeirat“, einem „Inklusionstag“ im November und mit einer Ausstellung.

 

 

 

November 2015

Auftakt mit Pressekonferenz und Beiratssitzung 

Pressegespräch mit Tobias Witt (Träger-Koordinator, Akademie Klausenhof), Rüdiger Paus-Burkard (Direktor Akademie Klausenhof), Gerburg Dicks (Projektleiter, Jobcenter Kreis Wesel), Peter Adämmer (Projektdurchführung, Jobcenter Kreis Wesel) und Markus Brandenbusch (Projektpartner, Arbeitsagentur Wesel)


Bunt und vielfältig sind die Punkte, die im Logo des neuen Projektes win win die Form des Kreises Wesel nachbilden. Bunt und vielfältig wie die Kompetenzen derjenigen, die durch das Projekt unterstützt werden. „Win win“ ist eine Intitiative des Jobcenters Kreis Wesel, bei dem vier Träger vor Ort – darunter auch der Klausenhof – arbeitslose Schwerbehinderte bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Auf der Pressekonferenz und der ersten Beiratssitzung im Klausenhof zum Projektstart betonte Peter Adämmer, dass die Arbeitsaufnahme natürlich das größte Ziel sei, aber vor allem die Förderung, Beratung und Unterstützung im Vordergrund steht. 


Rund 800 Teilnehmende sollen in den drei Jahren von vier Beratungsstellen betreut werden, durchgeführt von der Grafschafter Diakonie GmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, den Caritasverbänden für die Dekanate Dinslaken und Wesel in Dinslaken, und Moers-Xanten in Kamp-Lintfort sowie dem  Klausenhof, der  ab dem 1. Januar die Beratung an seinem neuen Standort in Wesel (Adressen siehe blauer Kasten links) anbieten wird. Jedes Team besteht aus jeweils vier erfahrenen „Vermittlungscoaches“. 


Die Projektteilnehmenden sind meist Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit ihren bisherigen Job verloren haben bzw. keinen passenden finden konnten. Sie werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur auf das Projekt hingewiesen. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds. Der wird gefüllt aus den Ausgleichszahlungen, die Betriebe leisten, wenn sie den vorgeschriebenen Anteil von Behinderten im Personal nicht erfüllen.  


In der ersten Beratssitzung   wurde deutlich, dass vor allem die heimische Wirtschaft mit dem Projekt angesprochen wird. So schlug Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband vor, Firmen gezielt auf die Kompetenzen dieser Gruppe anzusprechen. „Hier liegt viel Potenzial“, sagte sie.