Aktuelles

September 2017

100 Vermittlungen geglückt / Soll längst erfüllt

 

Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Nach dem zweiten Jahr hat das Projekt mit seinen vier Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort nun mit Nele Sobotta genau 100 Teilnehmende in einen Job vermittelt. Die junge Frau hat dank win win einen Ausbildungsplatz in der Weiden-Apotheke in Dingden bekommen können. Für Nele Sobotta waren es mehr als 20 Versuche, die sie gemeinsam mit win win seit ihrem Realschulabschluss unternommen hatte, um einen Ausbildungsplatz als Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin (PKA) zu finden. Eine chronische Augenerkrankung macht es ihr schwer, einen passenden Platz zu finden. „Wir sind froh, dass sie hier ist", bestätigt Apothekenchefin Susanne Müller, und die neue Auszubildende sieht es genauso: „Ich bin froh, dass ich hier bin." 

Sie war ein bisschen spät dran mit der Suche nach einer Auszubildenden. Kaum hatte sie die Stellenanzeige veröffentlicht, da stand schon Jürgen Knipping von win win mit perfekten Bewerbungsunterlagen und mit Nele Sobotta vor der Tür. „Da habe ich Nele sofort eingestellt!"

"Außerordentlich gelungenes Projekt"

Kreisdirektor Ralf Berensmeier nannte win win anlässlich der 100. Vermittlung „ein außerordentlich gelungenes Projekt", vor allem angesichts der Tatsache, dass nun weit mehr Vermittlungen als geplant erfolgt seien. Dies liege an der guten Vernetzung der verschiedenen Akteure und an der engagierten Arbeit der einzelnen Träger.

 

 

November 2016

Inklusionstag im Klausenhof: Preis „Pro Inklusion“ für Biomarkt Koplin

Der Biomarkt Koplin mit seinen zwei Märkten in Wesel und Bocholt, hat den Preis „Pro Inklusion 2016“ erhalten. Die Auszeichnung wurde auf dem Inklusionstag 2016 Kreis Wesel in der Akademie Klausenhof übergeben.

Gewürdigt wird damit das besondere Engagement des Biolandwirts für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Der Preis wird von dem Projekt win win („Weseler Inklusions-Initiative - Wir integrieren nachhaltig“) des Jobcenters Kreis Wesel vergeben. Bei der Initiative geht es um die Vermittlung von arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung in einen Job.

 

Ausstellung mit Karikaturen

Der Preis „Pro Inklusion“ besteht aus einer Originalzeichnung des bekannten Karikaturisten Gerhard Mester („Mensch Franziskus“), der für das Projekt eine Serie von Karikaturen zum Thema Beruf und Behinderung gezeichnet hat. Unter dem Titel „Wir wünschen eine angenehme Inklusion“ werden diese Zeichnungen, gedruckt auf großen Rollups, als Wanderausstellung in den nächsten zwei Jahren im Kreis Wesel gezeigt. Diese Ausstellung wurde ebenfalls auf dem Inklusionstag im Klausenhof eröffnet. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war außerdem die Auftritt des Kabarettisten Rainer Schmidt, der selbst körperbehindert ist und durch seine humorvollen Fernseh-Kommentare zu den Paralympics in Rio einem breiten Publikum bekannt geworden ist.

Der Biomarkt Koplin hat nicht nur einen schwerbehinderten jungen Mann als Auszubildenden eingestellt, sondern auch in der Vergangenheit immer wieder Menschen mit Behinderung etwa durch Praktika oder Probearbeiten eine Chance gegeben. In den beiden Biomärkten in Wesel und Bocholt sind rund 35 Mitarbeitende beschäftigt. Außerdem betreibt Inhaber Josef Koplin den Demeter-Betrieb „Gärtnerhof Lankerskate“ in Hamminkeln. In den vier Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Kamp-Lintfort und Dinslaken werden derzeit rund 150 Menschen mit einer Schwerbehinderung dabei unterstützt, sich auf eine Arbeitsaufnahme vorzubereiten und eine geeignete Stelle zu finden. Bisher konnten rund 50 Betroffene vermittelt werden.

 

Weitere Fotos sowie ein Film über die Veranstaltung:

https://www.facebook.com/AkademieKlausenhofgGmbH

 

Auf dem Foto (v. li. nach rechts): Kabarettist Rainer Schmidt, Lukas Wawrik, Azubi Biomarkt Koplin und win win-Projektteilnehmer, Klausenhofdirektor Rüdiger Paus-Burkard, Eva Kirschbaum, Biomarkt Koplin Wesel, Ralf Berensmeier, Kreisdirektor Kreis Wesel, Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung Arbeitsagentur Wesel, Gerburg Dicks, Jobcenter Wesel und Projektleiter win win

 

 

April 2016

Erfolgreiche Jobsuche trotz Handicap / Start von  win win geglückt

Entdeckung neuer Fähigkeiten: Testung im Kompetenz-Zentrum Moers 

 

Projekt für schwerbehinderte Erwerbslose im Kreis Wesel angelaufen / 150 Teilnehmende

 

Kreis Wesel (Wesel/Moers/Dinslaken/Kamp-Lintfort). Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Nach dem ersten halben Jahr hat das Projekt nun die vier vorgesehenen Kompetenzzentren in Wesel, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort eingerichtet und mit der Arbeit begonnen. Schon in dieser Startphase konnten insgesamt rund 150 Betroffene erste Unterstützung durch win win erhalten. Einige haben bereits durch win win eine Stelle gefunden.

 

Projektverantwortlich ist das Jobcenter Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Wesel, der Akademie Klausenhof,  der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers sowie den Caritasverbänden Moers-Xanten und  die Dekanate Dinslaken und Wesel. Das Projekt läuft insgesamt drei Jahre. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. 

 

Projektleiter Gerburg Dicks vom Jobcenter Kreis Wesel ist mit dem Start zufrieden: „Der Aufbau der Zentren ist uns nach Anlaufschwierigkeiten gut gelungen. Besonders die individuelle Unterstützung ohne Zeitdruck hat sich als sehr vorteilhaft für die Teilnehmenden erwiesen. So manche haben ganz neue Möglichkeiten für sich entdeckt. Für viele Firmen dürfte es sich lohnen, bei win win anzufragen, wenn sie geeignetes Personal suchen.“

 

Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur in das Projekt vermittelt. In den vier Kompetenzzentren erhalten die Betroffenen ein individuelles Coaching, durchlaufen verschiedene Tests und diagnostische Verfahren, erhalten Trainings und umfassende Unterstützung beim Bewerbungsverfahren. Außerdem recherchieren die Projektmitarbeiter passende Stellenangebote und kontaktieren Firmen. Wichtig ist auch, das Thema in Öffentlichkeit, Wirtschaft und Verwaltung bekannt zu machen – etwa durch Vernetzung in einem „Inklusionsbeirat“, einem „Inklusionstag“ im November und mit einer Ausstellung.

 

 

 

November 2015

Auftakt mit Pressekonferenz und Beiratssitzung 

Pressegespräch mit Tobias Witt (Träger-Koordinator, Akademie Klausenhof), Rüdiger Paus-Burkard (Direktor Akademie Klausenhof), Gerburg Dicks (Projektleiter, Jobcenter Kreis Wesel), Peter Adämmer (Projektdurchführung, Jobcenter Kreis Wesel) und Markus Brandenbusch (Projektpartner, Arbeitsagentur Wesel)


Bunt und vielfältig sind die Punkte, die im Logo des neuen Projektes win win die Form des Kreises Wesel nachbilden. Bunt und vielfältig wie die Kompetenzen derjenigen, die durch das Projekt unterstützt werden. „Win win“ ist eine Intitiative des Jobcenters Kreis Wesel, bei dem vier Träger vor Ort – darunter auch der Klausenhof – arbeitslose Schwerbehinderte bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Auf der Pressekonferenz und der ersten Beiratssitzung im Klausenhof zum Projektstart betonte Peter Adämmer, dass die Arbeitsaufnahme natürlich das größte Ziel sei, aber vor allem die Förderung, Beratung und Unterstützung im Vordergrund steht. 


Rund 800 Teilnehmende sollen in den drei Jahren von vier Beratungsstellen betreut werden, durchgeführt von der Grafschafter Diakonie GmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, den Caritasverbänden für die Dekanate Dinslaken und Wesel in Dinslaken, und Moers-Xanten in Kamp-Lintfort sowie dem  Klausenhof, der  ab dem 1. Januar die Beratung an seinem neuen Standort in Wesel (Adressen siehe blauer Kasten links) anbieten wird. Jedes Team besteht aus jeweils vier erfahrenen „Vermittlungscoaches“. 


Die Projektteilnehmenden sind meist Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit ihren bisherigen Job verloren haben bzw. keinen passenden finden konnten. Sie werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur auf das Projekt hingewiesen. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds. Der wird gefüllt aus den Ausgleichszahlungen, die Betriebe leisten, wenn sie den vorgeschriebenen Anteil von Behinderten im Personal nicht erfüllen.  


In der ersten Beratssitzung   wurde deutlich, dass vor allem die heimische Wirtschaft mit dem Projekt angesprochen wird. So schlug Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband vor, Firmen gezielt auf die Kompetenzen dieser Gruppe anzusprechen. „Hier liegt viel Potenzial“, sagte sie.